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Inhalt

B1 Ausländerinnen und Ausländer nach Aufenthaltsstatus

Definition

Zahl der Ausländerinnen und Ausländer nach Aufenthaltsstatus. Unterschieden werden Bürgerinnen und Bürger mit langfristigem Aufenthaltsrecht, darunter aus EU-Staaten, EWR-Staaten, der Schweiz, der Türkei und aus Drittstaaten sowie Bürgerinnen und Bürger mit befristeter Aufenthaltserlaubnis, Duldung (vorübergehende Aussetzung der Abschiebung) bzw. Aufenthaltsgestattung (Asylsuchende).

Bewertung des Indikators

Der Indikator differenziert die Gruppe der Ausländerinnen und Ausländer nach Aufenthaltsstatus. Je höher die Zahl der Personen mit Niederlassungserlaubnis, desto höher ist auch mittel- bis langfristig das Potenzial für Einbürgerungen. Die Niederlassungserlaubnis berechtigt in allen Fällen zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit, bei der Aufenthaltserlaubnis ist dies nicht immer der Fall, in gesetzlich geregelten Fällen ist sie von der Zustimmung der Arbeitsverwaltung abhängig. Die Aufenthaltsgestattung und die Duldung erlauben die Ausübung einer Erwerbstätigkeit nur in bestimmten Fällen.

Empirische Relevanz

Der Aufenthaltsstatus beschreibt den Zustand der Sicherheit/Unsicherheit des Aufenthalts in Deutschland. Die Abstufung reicht von dauerhaft sicher (EU-Aufenthaltsrecht, Niederlassungserlaubnis) über vorübergehend sicher (Aufenthaltserlaubnis) bis zum unsicheren Status der Duldung bzw. der Gestattung. Einen dauerhaft sicheren Aufenthalt haben nach fünf Jahren Aufenthalt in der Regel alle EU-Bürger, Staatsangehörige der EWR-Staaten (Norwegen, Island und Liechtenstein) sowie der Schweiz und der Türkei aufgrund der EWR/EFTA-Abkommen bzw. des Assoziationsvertrags mit der Türkei. Bei anderen Drittstaatenangehörigen haben einen langfristigen Aufenthaltsstatus: Personen mit Niederlassungserlaubnis, Daueraufenthaltserlaubnis EU, Aufenthaltskarte nach § 5 FreizügG/EU, Aufenthaltsberechtigung (alt), unbefristeter Aufenthaltserlaubnis (alt). Ein langfristig gesichertes Aufenthaltsrecht ist in der Regel Voraussetzung für einen erfolgreichen Integrationsprozess.

Hinweis

Die Angaben des Ausländerzentralregisters (AZR) basieren hauptsächlich auf den gemeldeten Daten der Ausländerbehörden. Das AZR erfasst grundsätzlich Daten über Ausländerinnen und Ausländer, die sich voraussichtlich länger als drei Monate in Deutschland aufhalten. Personen mit langfristigem Aufenthaltsrecht aus den EU-Staaten, den EWR-Staaten, der Schweiz und der Türkei mit einer Aufenthaltsdauer ab fünf Jahren wurden grundsätzlich als Personen mit langfristigem Aufenthaltsrecht berücksichtigt, es sei denn, es ist als aktuelles Aufenthaltsrecht eine Duldung, Aufenthaltsgestattung oder gar kein Aufenthaltsrecht auf Grund einer bestehenden Ausreiseverpflichtung vermerkt.

Datenquelle

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Ausländerzentralregister (AZR).

Archiv

Tabelle B1 Ausländerinnen und Ausländer in Baden-Württemberg im Vergleich mit Deutschland 2013 nach Geschlecht und Aufenthaltsstatus
AufenthaltsstatusAusländische Bevölkerung
in Baden-Württembergzum Vergleich: Deutschland
insgesamtMännerFraueninsgesamtMännerFrauen
%
insgesamt 100 100 100 100 100 100
davon
langfristiges Aufenthaltsrecht 83,9 83,8 83,9 78,6 78,6 78,6
aus EU-Staaten 49,0 50,4 47,4 43,3 44,8 41,7
aus EWR-Staaten, Schweiz und Türkei 20,1 20,0 20,1 19,6 19,4 19,8
aus Drittstaaten 14,9 13,4 16,4 15,7 14,3 17,1
befristete Aufenthaltserlaubnis 10,8 9,9 11,7 14,1 13,1 15,2
Duldung 0,8 1,1 0,5 1,2 1,5 0,9
Asylsuchende / Aufenthaltsgestattung 1,1 1,5 0,7 1,4 1,8 1,0
Sonstige / ungeklärt 3,4 3,7 3,1 4,6 5,0 4,2

Einordnung der Ergebnisse

Baden-Württemberg hat einen im Vergleich zu Deutschland höheren Anteil an Ausländerinnen und Ausländern mit langfristigem Aufenthaltsrecht.

B1