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Sie sind hier: Startseite . Integrationsberichterstattung . Indikatoren . D Bildung . D5 Ausbildungsbeteiligung

Inhalt

D5 Ausbildungsbeteiligung

Definition

Die Ausbildungsbeteiligungsquote ist der Anteil der Auszubildenden (duales System) im Alter von 18 bis unter 21 Jahren an der entsprechenden Bevölkerungsgruppe. Des Weiteren wird die Verteilung der deutschen und ausländischen Auszubildenden (duales System) auf Ausbildungsbereiche betrachtet.

Bewertung des Indikators

Der Indikator Ausbildungsbeteiligungsquote (D5.1) misst die Partizipation im Dualen System und ist damit eine wichtige Voraussetzung für die Integration in den Arbeitsmarkt.

Abweichungen in der Verteilung zwischen Deutschen und Ausländern (D5.2) geben Hinweise auf den unterschiedlichen Zugang zum Ausbildungsmarkt. Da hiervon die Teilhabechancen für den Arbeitsmarkt wesentlich abhängen, ist die Entwicklung der Indikatorwerte wichtig für die Einschätzung des strukturellen Integrationsprozesses.

Empirische Relevanz

Der Berufseinstieg läuft in der Regel – bei einem nicht akademischen Bildungsgang – über eine berufliche Ausbildung. Die Ausübung einer qualifizierten Tätigkeit ist heute ohne eine solche Ausbildung kaum möglich. Gleiche Teilhabechancen an der Ausbildung im Dualen System stehen für eine erfolgreiche Integration. Mit der Altersgruppe der 18- bis unter 21-Jährigen wird die relevante Altersgruppe in den Indikator "Ausbildungsbeteiligungsquote" einbezogen.

Der Indikator D5.2 gibt die Verteilung der Auszubildenden über die Ausbildungsbereiche Industrie und Handel, Handwerk, Öffentlicher Dienst, Freie Berufe und Land- und Hauswirtschaft wieder.

Hinweis

Die Berufsbildungsstatistik ist eine Vollerhebung. Die Berechnung der Ausbildungsbeteiligungsquote unter Heranziehung der Bevölkerungsstatistik kann nur für Deutsche sowie Ausländerinnen und Ausländer erfolgen. Diese hier verwendete (vereinfachte) Berechnung der Quote ist mit dem Berechnungsverfahren des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB) für deren nur auf Bundesebene veröffentlichte Quote nicht vergleichbar (D5.1).

Dass lediglich die Staatsangehörigkeit erhoben wird, schränkt die Aussagekraft des Indikators D5.2 ein. Die im Jahr 2007 erfolgte Umstellung der Berufsbildungsstatistik auf Individualdaten sowie die Einführung neuer bzw. Änderung bereits vorhandener Erhebungsmerkmale können sich auf die zeitliche Vergleichbarkeit der Ergebnisse in einzelnen Bereichen der Statistik auswirken. Vor 2007 konnte die Ausbildungsbeteiligungsquote nicht berechnet werden, da das Geburtsjahr für die Auszubildenden nicht erfasst wurde.

Datenquelle

Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Berufsbildungsstatistik.

Archiv

Tabelle D5.1 Ausbildungsbeteiligungsquote von deutschen und ausländischen Jugendlichen*) in Baden-Württemberg im Vergleich mit Deutschland 2013 nach Geschlecht
GeschlechtAusbildungsbeteiligungsquote
in Baden-Württembergzum Vergleich: Deutschland
der Deutschender Ausländer/-innender Deutschender Ausländer/-innen
%
insgesamt 27,5 17,9 27,7 11,7
Männer 32,9 19,4 33,4 12,9
Frauen 21,8 16,2 21,7 10,4

*) im Alter von 18 bis unter 21 Jahren

Tabelle D5.2 Deutsche und ausländische Auszubildende in Baden-Württemberg 2013 nach Geschlecht und Ausbildungsbereichen
AusbildungsbereichAuszubildende
insgesamtMännerFrauen
DeutscheAusländer/
-innen
DeutscheAusländerDeutscheAuslände-
rinnen
%
insgesamt 100 100 100 100 100 100
Industrie und Handel1) 63,2 53,4 64,7 58,3 60,8 47,2
Handwerk 24,3 32,5 30,8 40,5 13,9 22,0
Öffentlicher Dienst2) 3,0 1,1 1,3 0,4 5,7 1,9
Freie Berufe2) 6,8 11,6 0,5 0,3 16,8 26,4
Sonstige3) 2,7 1,3 2,7 0,5 2,7 2,5

1) einschl. Banken, Versicherungen, Gast- und Verkehrsgewerbe – 2) ohne diejenigen Auszubildenden, deren Ausbildungsverträge nach dem Berufsbildungsgesetz bei anderen zuständigen Stellen (Kammern) außerhalb dieses Ausbildungsbereichs registriert werden – 3) Land- und Hauswirtschaft

Einordnung der Ergebnisse

Die Ausbildungsbeteiligungsquote ausländischer Jugendlicher ist in Baden-Württemberg nicht nur höher als im Bundesdurchschnitt (Abbildung D5.1), sondern sie ist die höchste aller Bundesländer. Dabei spielt im Bundesländervergleich unter anderem der überdurchschnittliche Anteil an Ausbildungen im Handwerk, vor allem von ausländischen Männern, eine Rolle (Abbildung D5.2 und Tabelle D5.2).

D5.1

D5.2