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Sie sind hier: Startseite . Integrationsberichterstattung . Indikatoren . E Arbeitsmarkt / Lebensunterhalt . E1 Erwerbstätigenquote

Inhalt

E1 Erwerbstätigenquote

Definition

Zahl der Erwerbstätigen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren je 100 Personen der entsprechenden Bevölkerungsgruppe.

Erwerbstätige sind nach dem Labour-Force-Konzept der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO-Konzept) alle Personen im Alter von 15 und mehr Jahren, die in der Berichtswoche zumindest eine Stunde gegen Entgelt (Lohn, Gehalt) oder als Selbstständige bzw. als mithelfende Familienangehörige gearbeitet haben oder in einem Ausbildungsverhältnis stehen. Keine Rolle spielt dabei, ob es sich bei der Tätigkeit um eine regelmäßig oder nur gelegentlich ausgeübte Tätigkeit handelt. Aus der ILO-Definition der Erwerbstätigkeit folgt, dass auch Personen mit einer „geringfügigen Beschäftigung“ im Sinne der Sozialversicherungsregelungen sowie Soldaten (vormals auch Wehrpflichtige und Zivildienstleistende) als Erwerbstätige erfasst werden. Personen, die sich in einem formalen Arbeitsverhältnis befinden, dieses aber aufgrund von z. B. Elternzeit oder Sonderurlaub vorübergehend unterbrochen haben, gelten ebenfalls als erwerbstätig.

Bewertung des Indikators

Die Erwerbstätigenquote ist ein aussagekräftiger Indikator zur Arbeitsmarktintegration. Bei der Interpretation muss die Konjunkturabhängigkeit des Indikators beachtet werden. Der Indikator lässt keine Aussage über die Verteilung in den Branchen und Wirtschaftszweigen und über Hintergründe und Ursachen der Verteilung zu.

Empirische Relevanz

Die Erwerbstätigenquote ist einer der wichtigsten Arbeitsmarktindikatoren. Eine stabile Verankerung auf dem Arbeitsmarkt trägt erheblich zur Integration bei. Eine Angleichung der Erwerbstätigenquoten von Personen mit und ohne Migrationshintergrund würde – zumindest zahlenmäßig und unabhängig von einer branchenspezifischen Betrachtung – eine Angleichung der Teilhabe am Arbeitsmarkt anzeigen.

Datenquelle

Mikrozensus.

Archiv

Tabelle E1.1 Erwerbstätigenquoten*) in Baden-Württemberg 2011 bis 2013 nach Geschlecht und Migrationsstatus**) der Erwerbstätigen
JahrErwerbstätigenquote
insgesamtder Männerder Frauen
ohne Migrations-hintergrundmit Migrations-hintergrundohne Migrations-hintergrundmit Migrations-hintergrundohne Migrations-hintergrundmit Migrations-hintergrund
%
2011 77,8 68,2 82,3 75,3 73,3 61,3
2012 77,9 68,8 82,3 75,8 73,5 61,9
2013 78,8 70,1 78,8 70,1 78,8 70,1
zum Vergleich
Westdeutschland1) 2013 75,7 65,5 75,7 65,5 75,7 65,5
Deutschland 2013 75,5 65,2 75,5 65,2 75,5 65,2

*) Zahl der Erwerbstätigen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren je 100 Personen entsprechender Bevölkerungsgruppe
**) siehe auch Definition der Zuwanderergruppen – 1) einschl. Berlin

Tabelle E1.2 Erwerbstätigenquoten*) in Baden-Württemberg 2013 nach Geschlecht und Zuwanderungsstatus**) der Erwerbstätigen
GeschlechtErwerbstätige
insgesamtdavon
ohne
Migrations-
hintergrund
mit Migrationshintergrund
zu-
sammen
und zwar
mit
Migrations-
erfahrung
ohne
Migrations-
erfahrung
deutschAuslän-
der/
-innen
zu-
sammen
darunter
Aussiedler/
-innen1)
1.000
insgesamt 5.351 3.919 1.432 1.070 362 742 256 690
  Männer 2.854 2.074 780 579 201 389 135 391
  Frauen 2.497 1.845 653 491 161 354 122 299
%
insgesamt 76,2 78,8 70,1 72,9 62,9 72,0 81,4 68,1
  Männer 80,9 82,6 76,6 81,2 66,0 76,4 86,4 76,9
  Frauen 71,6 74,9 63,6 65,1 59,4 67,7 76,6 59,3

*) Zahl der Erwerbstätigen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren je 100 Personen entsprechender Bevölkerungsgruppe
**) siehe auch Definition der Zuwanderergruppen – 1) mit eigener Migrationserfahrung

Einordnung der Ergebnisse

Die Erwerbstätigenquote von Menschen mit Migrationshintergrund ist in Baden-Württemberg signifikant höher als im Bundesdurchschnitt (Tabelle E1.1). Dies liegt vor allem daran, dass die Erwerbstätigenquote in Baden-Württemberg generell hoch ist. Am niedrigsten ist die Erwerbstätigenquote der Menschen mit Migrationshintergrund ohne eigene Migrationserfahrung (Abbildung E1.2) und der Ausländerinnen (Tabelle E1.2).

E1.1neu

E1.2neu