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Sie sind hier: Startseite . Integrationsberichterstattung . Indikatoren . E Arbeitsmarkt / Lebensunterhalt . E3 Geringfügige Beschäftigung

Inhalt

E3 Geringfügige Beschäftigung

Definition

Seit dem 1.4.2003 gilt ein Beschäftigungsverhältnis als geringfügig (bzw. als Minijob), wenn das monatliche Einkommen 400 Euro nicht übersteigt (geringfügig entlohnte Beschäftigung) oder die Beschäftigungsdauer zwei Monate bzw. 50 Arbeitstage pro Jahr nicht überschreitet (kurzfristige Beschäftigung). Zum 1.1.2013 wurde die Entgeltgrenze für eine geringfügige Beschäftigung auf 450 Euro angehoben, allerdings wurde bis einschließlich 2013 die Bemessungsgrenze von 400 Euro bei der Datenerhebung des Mikrozensus beibehalten. Zudem lassen sich geringfügig Beschäftigte danach unterscheiden, ob sie in Haupt- oder Nebentätigkeit einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen.
Hier werden nur geringfügig Beschäftigte in Haupttätigkeit betrachtet. Diese Personengruppe ist von besonderem Interesse, da bei ihr aufgrund der Geringfügigkeit des Einkommens und der sozialen Absicherung die Erwerbsbeteiligung als besonders prekär eingestuft werden kann.

Bewertung des Indikators

Wichtiger Arbeitsmarktindikator, Hinweis auf prekäre Beschäftigung.

Empirische Relevanz

Der Anteil der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse kann Hinweise auf prekäre Beschäftigung liefern. Geringfügige Beschäftigungsverhältnisse sind regelmäßig Ausdruck einer nicht hinreichenden wirtschaftlichen Basis und haben damit erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Situation einer Person oder der Haushaltsgemeinschaft, in der sie lebt.

Datenquelle

Mikrozensus.

Archiv

Tabelle E3 Anteil abhängig Erwerbstätiger*) mit geringfügiger Beschäftigung**) in Baden-Württemberg 2013 nach Geschlecht und Zuwanderungsstatus***)
GeschlechtAbhängig Erwerbstätige mit geringfügiger Beschäftigung
insgesamtdavon
ohne
Migrations-
hintergrund
mit Migrationshintergrund
zu-
sammen
und zwar
mit
Migrations-
erfahrung
ohne
Migrations-
erfahrung
deutschAuslän-
der/
-innen
zu-
sammen
darunter
Aussiedler/
-innen1)
 1.000
insgesamt 473 316 157 114 42 71 20 86
  Männer 125 84 41 25 16 21 / 20
  Frauen 347 232 116 89 27 51 16 65
 %
insgesamt 9,8 9,0 11,9 11,7 12,5 10,3 8,4 13,7
  Männer 5,0 4,7 5,8 4,8 8,6 5,8 / 5,9
  Frauen 15,0 13,6 18,9 19,4 17,1 15,1 14,0 23,3

*) im Alter von 15 bis unter 65 Jahren je 100 abhängig Erwerbstätige entsprechender Bevölkerungsgruppe – **) als einzige bzw. hauptsächliche Tätigkeit – ***) siehe auch Definition der Zuwanderergruppen
1) mit eigener Migrationserfahrung; / = keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug

Einordnung der Ergebnisse

Der Anteil Erwerbstätiger mit geringfügiger Beschäftigung ist unter Menschen mit Migrationshintergrund zwar höher als unter Menschen ohne Migrationshintergrund, doch liegt er in Baden-Württemberg unter dem Bundesdurchschnitt (Abbildung E3). Es zeigt sich, dass es weit überwiegend Frauen mit Migrationshintergrund sind, die geringfügig beschäftigt sind, allen voran ausländische Frauen (Tabelle E3).

E3neu